DER WEG DURCHS PARADIES

Distanz: 55,0 km
Schwierigkeit: 2
Empfehlung - Fahrrad-Typ: Trekkingrad
 

 

                     

 

Lassen Sie sich zu einer Reise durch ein Land verlocken, das von für Eindrücke empfängli-chen Leuten mit einem irdischen Paradies verglichen wurde. Zunächst fahren wir an Wäldern und unter den Nordhängen der Basaltkuppe Mužský vorbei, an dessen Hängen zwischen den Bäumen Sandsteinmassive hindurchleuchten, die einst gezimmerte Holzbe-festigungen trugen. Im Sommer bieten sich den Radwanderern mehrere Teiche im herrli-chen Milieu der Felsen und Kiefern. Im Böhmischen Paradies sein und die Burg Kost, das Widerspiegeln der Felsen im Wasser des Teichs Vìžièký rybník und die Burgruine Trosky nicht sehen, das ist schier unmöglich. Und das ist ein triftiger Grund, weshalb man sich diese Radtour nicht entgehen lassen sollte.

 

Der Streckenverlauf:
Von Turnov - Bahnhof über die Landstraße nach Kalužník und Kacanovy, hier abbiegen und über schmale Landstraßen über Olešnice, Mlýnice und Skokovy nach Žehrov. Von hier führt uns der Weg nach Pøíhrazy und dann unterhalb der Nordhänge des Mužský bis nach Olšina. Auf dem Weg nach Dneboh können wir über uns die Felsen Drábské svìtnièky erblicken, wir durchradeln Zásadka und biegen vor der Gemeinde Boseò in den Wald bergwärts auf den bRw ab. Hier besteht die Möglichkeit eines kurzen Abstechers zur Burg Valeèov. Unsere Strecke geht weiter nach Nová Ves, auf einem Waldweg am Teich Komárovský rybník vorbei nach Srbsko. Dann über Waldstraßen, bis die Burg Kost vor uns erscheint. Interessant ist eine Besichtigung der Burg und ihrer Umgebung. Die Radwanderstrecke zieht sich einen steilen Berg hinauf über die Gemeinde Podkost und biegt bei der Semtín-Linde nach Libošovice ab, in Talfahrt geht es über Pleskoty auf schmaler Straße ins Tal der Žehrovka und dann zum Teich Vìžièký rybník. Wir fahren an seinem Nordrand entlang und weiter über Želejov nach Troskovice, wo sich ein Besuch der Trosky anbietet, der Burg auf einem vulkanischen Gipfel, der hier im Tertiär um 200 Meter über die Umgebung "hochsprudelte". Nach Borek braucht man dagegen kaum zu treten, der Weg senkt sich hinab bis zum Flüßchen Libuòka. Nun geht es zumeist am Fluß entlang, doch verlassen wir ihn nicht bereits auf dem Plateau Hruboskalská plošina, was viele sicher locken würde, aber glauben Sie uns, daß für Radwanderer der "untere" Weg günstig ist und von ihm aus viel Schönes zu sehen ist, was von oben dagegen nicht zu sehen wäre. Der "obere" Weg nach Turnov ist zudem Teil unserer dritten Radstrecke und wenn es Sie drängen sollte, gründlich all das zu erforschen, was sich zwischen "oberem" und "unterem" Weg verbirgt, also vor allem die Felsenstadt Hruboskalské skalní mìsto, dann müssen Sie einmal Ihr Rad zu Hause lassen und sich zu Fuß dorthin aufmachen. Jetzt fahren wir also zum Teich Rokytnický rybník und weiter nach Doubravice, wir gelangen bis unter das Schloß Hrubá Skála und biegen hier nach rechts ab, bevor die Straße stark anzusteigen beginnt. Wir radeln durch ein herrliches Felsengebiet, langsam und rücksichtsvoll zu den Fußgängern aus dem Bad Sedmihorky, wohin auch wir nach einer kleinen Welle gelangen und es bleibt uns nur noch der Weg über Pelešany nach Turnov mit Blicken nach oben zu den Felsen und auf Valdštejn. Die Felsenstädte über uns sind berühmte Klettergelände.


Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler:

Drábské svìtnièky - Burg aus dem 13. Jahrhundert in einem großen Felsmassiv. Es blieben 18 in den Stein gehauene Räume erhalten, der Ort bietet einen herrlichen Ausblick ins Land.

Hrubá Skála - Gemeinde und Ausflugsort am Rand des Plateaus Hruboskalská plošina. Am Rand der Felsen steht das Schloß Hrubá Skála, anstelle einer ursprünglichen im 14. Jahrhundert gegründeten Burg. Zugänglich ist der Burghof und ein Aussichtsturm. In direkter Nähe des Schlosses lohnen ein schmaler, Mäuseloch genannter Felsendurchschlupf und das unweite Felsenversteck Adamsbett sowie der Schloß- und der Marienausblick eine Besichtigung (geWw).

Hruboskalsko - Felsenstadt mit etwa 400 Felstürmen von bis zu 60 Metern Höhe. Bedeutsames Bergsteigergelände.

Komárov-Telch - seichter Teich mit Sandgrund, angenehmes Baden und schöne Umgebung.

Kost - besterhaltene gotische Burg in Böhmen, errichtet zur Wende des 14. und 15. Jahrhunderts auf einer Felsenzunge im Talgrund. Der große Burgturm ist trapezförmig und den aufmerksamen Beobachter kann es daher überraschen, daß er von bestimmten Stellen aus alle vier Turmecken erblickt. Die Burg hat eine interessante und reiche Geschichte und wechselte oftmals den Besitzer. Sie ist von zahlreichen Sagen umwoben und weckt bis heute den Eindruck der Uneinnehmbarkeit. Herrliche Umgebung.

Mužský - vulkanischer Basalthärtling, der im Tertiär die Oberfläche der Kreidetafel durchstieß, jetzt liegt der Gipfel inmitten eines Sandsteinplateaus.

Sedmihorky - ehemaliges Wasserheilbad, heute Erholungsort mit günstiger Lage Ausflüge in das Gebiet Hruboskalsko. Die Kurgäste nannten dieses romantische Land Böhmisches Paradies und dieser Name bürgerte sich bald für das gesamte Gebiet ein. Bademöglichkeiten und Erfrischungen.

Trosky - das Böhmische Paradies ohne die Burg Trosky wäre wie Paris ohne den Eiffelturm. Die Ruine dieser im 14. Jahrhundert auf mehreren vulkanischen Gipfeln errichteten Burg ist die charakteristische Dominante des Gebietes. Die beiden Panna (Jungfer) und Baba (Alte) genannten Türme sind von weitem zu sehen. Trosky gehört zu den meistbesuchten Burgen in Tschechien.

Turnov - natürliches Zentrum des böhmischen Paradieses. Das auffälligste Gebäude der Stadt ist die neogotische Marienkirche (1853 fertiggestellt). Im 1886 gegründeten Kreismuseum des Böhmischen Paradieses befinden sich neben einer historischen und archaologischen Ausstellung auch einzigartige Edelsteinexponate. In Turnov hat das LSG Bohmisches Paradies seinen Sitz und die Touristen finden hier ein Informationszentrum. Am Rand von Turnov steht das Schloß Hrubý Rohozec.

Valdštejn - Ruine einer frühgotischen Burg, älteste Burg des Böhmischen Paradieses. Wurde 1260-1280 auf drei Sandsteinfeslen gegründet. Erlosch bereits Mitte des 16. Jahrhunderts. Zwei Steinbrücken verbinden die Vorburg mit dem ersten Burghof und sind mit schönen Barockstatuen bestückt. Burg und Kapelle sind zu besichtigen, lohnenswert ist der Ausblick auf Kozákov.

Valeèov - Ruine einer Felsenburg. Auf einem Felsenplateau stand der gemauerte Pallas mit gezimmertem Holzaufbau, im 16. Jahrhundert vergrößert und umgebaut. Heute blieb von den Holzbauten keine Spur, doch lohnt die Burg ganz entschieden einen Besuch. Man kann eine schmale Treppe hinaufsteigen und vom Turm des Burgpallas herabblicken.

Vìžický rybník (Teich Vìžák) - am Bach Želejovský potok, der neben der Bademöglichkeit eine der schönsten Szenerien im Böhmischen Paradies bildet. Ein Ufer besteht aus Sandsteinfelsen, die bis ins Wasser hinabfallen.